Die zweite Blüte: Perimenopause als Einladung, sich selbst zurückzufinden
Mit Anfang oder Mitte 40 beginnt sich bei vielen Frauen etwas zu verändern und ich meine damit nicht nur die Hormone.
Ich erlebe es immer wieder in meiner Praxis, und ich fühle mich als Frau Mitte 40 diesem Thema sehr persönlich verbunden. Sehr häufig begegne ich Frauen in dieser Lebensphase, die anfangen, Fragen zu stellen, für die vorher kein Platz war.
War das schon alles? Wo bin ich in den letzten Jahren geblieben? Warum fühlt sich das Leben, das ich mir aufgebaut habe, plötzlich nicht mehr ganz stimmig an?
Ich glaube, dass die Perimenopause mehr ist als eine hormonelle Umstellung. Sie ist ein Umbruch, der viel tiefer greift. Und in diesem Beitrag möchte ich zeigen, warum der Körper dabei kein Problem ist, sondern ein Kompass.
Was hormonell wirklich passiert
Die Perimenopause beginnt oft viele Jahre vor der letzten Menstruation. Sie ist kein plötzlicher Einschnitt, sondern ein Übergang, in dem sich das fein abgestimmte Zusammenspiel verschiedener Hormone langsam verändert.
Häufig nimmt zunächst die Bildung von Progesteron ab, weil Eisprünge unregelmäßiger werden. Progesteron trägt über seine Stoffwechselprodukte dazu bei, das Gehirn zu beruhigen und erholsamen Schlaf zu unterstützen. Viele Frauen beschreiben deshalb, dass sie empfindlicher auf Stress reagieren, schlechter schlafen oder das Gefühl haben, innerlich weniger stabil zu sein.
Östrogen verändert sich anders als viele denken, es sinkt nicht einfach kontinuierlich, sondern schwankt häufig über Jahre. Dadurch können Beschwerden sehr unterschiedlich sein: Stimmungsschwankungen, Veränderungen der Haut, des Stoffwechsels oder der Konzentration. Auch Testosteron verändert sich, und obwohl Frauen deutlich geringere Mengen davon bilden, trägt es wesentlich zu Energie, Muskelkraft, Motivation und dem Gefühl von Tatkraft bei.
Darüber wissen wir heute viel. Auch über die Faktoren, die beeinflussen können, ob diese Veränderungen zur Belastung werden oder eher sanft verlaufen: ausreichende Bewegung, eine ausgewogene Ernährung, Sicherheit, gute Beziehungen und besonders der Einfluss von chronischem Stress auf körperliche Prozesse.
Ich erlebe aber noch etwas anderes. Und genau das macht die Perimenopause für mich so spannend: Der Körper der Frau ist kein Problem, das gelöst werden muss. Häufig sind es die Bedingungen, unter denen dieser Körper über viele Jahre leben musste.
Meine Körpergeschichte
Wenn ich auf meine eigenen Jahre zwischen 30 und 40 zurückblicke, sehe ich eine Zeit, in der ich vor allem Mutter war.
Ich habe drei Kinder in mir, aus meiner Substanz wachsen lassen, getragen, geboren und gestillt. Ich habe erlebt, wie tiefgreifend Schwangerschaften und Geburten einen Körper verändern können. Ich kenne die Erschöpfung nach vielen schlaflosen Nächten, Fürsorge, Organisation und Verantwortung und auch das Gefühl, in all dem kaum noch Raum für mich selbst zu finden. Ich kenne das Gefühl, wenn der eigene Körper Ruhe braucht, das Leben und seine Anforderungen darauf aber keine Rücksicht nehmen.
Ich sehe Frauen, die im Wochenbett kaum Unterstützung haben, die stillend mit ihrem Neugeborenen an der Supermarktkasse stehen, kaum geschlafen haben und gleichzeitig das kranke Geschwisterkind versorgen. Das erzähle ich nicht, weil ich glaube, dass jede Frau dieselbe Geschichte hat. Jede Biografie ist anders. Und doch begegnet mir in meiner Arbeit etwas, das viele Frauen verbindet.
Viele kennen frühe Anpassungsmechanismen, das Über-die-eigenen-Grenzen-Gehen. Das Kümmern, Tragen, Pflegen, Zusammenhalten und Aushalten, das Versuchen, allem gerecht zu werden. Über Jahre entsteht eine Dynamik, in der die eigenen Bedürfnisse immer weiter nach hinten rücken.
Ich glaube, dass sich ein Mensch nicht an einem einzigen Tag verliert oder erschöpft. Es geschieht langsam, so unbemerkt, dass viele Frauen erst Jahre später merken, wie weit sie sich von sich selbst entfernt haben.
Mit Körpergeschichte meine ich alles, was ein Körper erlebt hat: Schwangerschaften, Fehlgeburten, Geburten, Stillzeiten, Schlafmangel, körperliche und seelische Narben, aber auch all die Anpassungsleistungen, die ein Körper über Jahre erbracht hat. Jeder Körper trägt seine eigene Geschichte in sich.
Deshalb interessieren mich heute nicht nur Laborwerte oder Hormone. Mich interessiert immer auch der Weg, den dieser Körper bereits gegangen ist. Unsere Biologie entsteht nicht losgelöst von unserer Biografie.
Wenn Biologie auf Lebensgeschichte trifft
Die intensive Beschäftigung mit dem Nervensystem war für mich der eigentliche Wendepunkt, privat und in meiner Arbeit als Heilpraktikerin.
Ich wollte verstehen, warum mein Körper sich verändert hatte. Warum ich auf Belastungen anders reagierte als früher. Warum ich zwar erschöpft war, mich gleichzeitig aber kaum entspannen konnte. Und warum ich das Gefühl hatte, dass mein Körper mir etwas sagen wollte, was ich lange überhört hatte.
Je mehr ich lernte, desto deutlicher wurde mir: Hormone arbeiten nicht unabhängig vom Nervensystem. Der Stoffwechsel nicht unabhängig von unseren Lebensgewohnheiten. Laborwerte entstehen nicht losgelöst von unserem Leben.
Deshalb interessieren mich heute immer beide Seiten: die Biologie und die Biografie.
Der Einfluss von Stress auf das Hormonsystem
Was passiert, wenn diese hormonellen Veränderungen auf Frauen treffen, die bereits viele Jahre unter hoher Anspannung gelebt haben?
Wenn das Nervensystem über Monate oder Jahre kaum noch erlebt, wie sich wirkliche Sicherheit anfühlt, bleibt die sogenannte Stressachse immer wieder aktiviert. Die Nebennieren bilden vermehrt Cortisol. Cortisol ist kein schlechtes Hormon, ohne Cortisol könnten wir morgens nicht aufstehen oder Entzündungen regulieren. Problematisch wird es, wenn der Körper kaum noch Phasen erlebt, in denen er vollständig in Regeneration wechseln kann.
Chronischer Stress beeinflusst unter anderem die Kommunikation zwischen Gehirn und Eierstöcken, dadurch können Eisprünge unregelmäßiger werden, was wiederum Auswirkungen auf die Progesteronbildung haben kann. In diesem Zusammenhang wird häufig vom sogenannten Pregnenolon-Steal gesprochen, dem Modell, dass unter chronischem Stress hormonelle Vorstufen bevorzugt für die Cortisolbildung genutzt werden. Wissenschaftlich wird dieses Modell unterschiedlich bewertet, unbestritten ist jedoch, dass chronischer Stress die hormonelle Regulation beeinflusst.
Mich interessiert deshalb nicht nur, welche Hormone sich verändern. Mich interessiert genauso, wie lange eine Frau schon in einem Zustand permanenter Anspannung lebt.
Was unser Nervensystem wirklich braucht
Wenn wir über Hormone sprechen, denken wir zuerst an Östrogen oder Progesteron. Mich beschäftigt inzwischen aber noch ein anderes: Oxytocin, das sogenannte Bindungshormon. Es spielt eine wichtige Rolle für Vertrauen, soziale Nähe und das Erleben von Sicherheit, und es wird unter anderem bei liebevoller Berührung und in Momenten echter Verbundenheit ausgeschüttet.
Frauen in meiner Praxis erzählen oft gar nicht zuerst von Hormonen. Sie erzählen davon, dass sie sich allein fühlen, seit Jahren funktionieren und sich nach Nähe sehnen. Nach einer Umarmung. Nach einem Ort, an dem sie einmal nichts tragen müssen, sondern selbst gehalten werden.
Unser Körper braucht Nahrung. Genauso braucht er Nahrung für sein Nervensystem: Verbindung, Berührung, Gemeinschaft, Freude, Natur und Menschen, bei denen wir nicht funktionieren müssen.
Wie ätherische Öle konkret auf das Nervensystem einwirken, beschreiben wir ausführlicher hier: Ätherische Öle und innere Sicherheit
Wenn sich das Leben neu ordnet
Frauen sind zyklische Wesen. Ihr ganzes Leben ist von Übergängen geprägt. Und ich beobachte immer wieder: Viele Frauen beginnen gerade in der Perimenopause, ihr Leben auf eine neue Weise zu betrachten.
Sie reflektieren mehr. Sie nehmen feiner wahr. Viele sagen, sie würden empfindlicher werden. Ich sehe das etwas anders: Ich glaube, dass sie deutlicher spüren, was für sie stimmt und was nicht mehr. Bedürfnisse, die über viele Jahre keinen Raum hatten, werden lauter.
Frauen stellen sich Fragen, die sie sich vielleicht viele Jahre nicht erlaubt haben. Lebe ich das Leben, das wirklich zu mir passt? Wo richte ich mich nach den Erwartungen anderer? Was möchte ich in der zweiten Hälfte meines Lebens noch gestalten?
Ich erlebe das nicht als Egoismus. Ich erlebe es als den Moment, in dem Frauen beginnen, sich selbst wieder ernst zu nehmen. Sie übernehmen nicht länger selbstverständlich die Verantwortung für jede Stimmung im Raum, gleichen nicht mehr jede Spannung aus und stellen ihre Bedürfnisse nicht mehr automatisch hinten an. Viele spüren zum ersten Mal seit langer Zeit, dass ihre Kraft auch ihnen selbst gehören darf.
Eine andere Form von Fruchtbarkeit
Ich wünsche mir, dass wir aufhören, die Perimenopause vor allem als das Ende der fruchtbaren Jahre zu betrachten.
In den ersten Jahrzehnten unseres Erwachsenenlebens erschaffen viele Frauen etwas im Außen. Sie bringen Kinder zur Welt, gründen Familien, bauen Unternehmen auf, begleiten Menschen. Diese Schöpferinnenkraft verschwindet nicht mit der Perimenopause. Sie verändert ihre Richtung.
Die Energie richtet sich langsam wieder nach innen. Was möchte durch mich noch in die Welt kommen? Vielleicht Ideen, die nun frei fließen können. Vielleicht Kreativität, die gelebt werden möchte. Vielleicht Weisheit, die über viele Jahre gewachsen ist und jetzt weitergegeben werden möchte.
Für mich ist die Perimenopause deshalb keine Zeit des Verlustes. Sie ist eine Zeit der Wandlung. Und genau dort beginnt die zweite Blüte.
Zurück in die eigene Würde
Je länger ich Frauen begleite, desto mehr verändert sich auch mein Blick auf Gesundheit.
Ich erlebe immer wieder, dass Frauen ihren Körper über viele Jahre vor allem danach beurteilen, ob er funktioniert. Er soll belastbar sein, leistungsfähig, gesund, schön und möglichst wenig Raum einnehmen. Dabei gerät leicht in Vergessenheit, was dieser Körper bereits geleistet hat.
Wenn sich dieser Blick verändert, verändert sich häufig auch der Umgang mit dem eigenen Körper. Aus Kritik wird Mitgefühl. Aus Druck entsteht Verständnis. Und genau dort beginnt für mich Würde.
Ich sehe dabei eine Frau vor mir, die ruhig und stark ist. Sie muss nicht mehr kämpfen, um stark zu sein. Sie muss nicht laut werden, um gehört zu werden. Sie kennt ihren Wert, ihre Grenzen und ihre Wahrheit. Mich erinnert das an das Bild der Königin, oder, um mit älteren Worten zu sprechen, an die Hohe Priesterin. Nicht Macht oder Überlegenheit, sondern eine innere Haltung. Eine Frau, die weiß, wer sie ist.
Warum mich die Rose begleitet
Die Rose begleitet mich persönlich durch diese Lebensphase. Für mich ist es nicht nur ein ätherisches Öl, sie verkörpert etwas, das ich persönlich mit Weiblichkeit verbinde: Würde, Weisheit, Mitgefühl, Sinnlichkeit und Schönheit.
Wenn ich den Duft der Rose wahrnehme, erinnert er mich daran, dass Weiblichkeit nichts ist, was wir leisten müssen. Sie ist bereits da. Manchmal liegt sie nur unter vielen Jahren des Funktionierens verborgen.
Die Rose öffnet ihre Blüte nicht aus Anstrengung. Sie öffnet sich, wenn ihre Zeit gekommen ist.
Sich selbst liebevoll begleiten: 7 Öle für die zweite Blüte
Wenn wir beginnen, unseren Körper besser zu verstehen, verändert sich häufig auch die Art, wie wir ihn unterstützen. Es geht nicht mehr darum, gegen Symptome anzukämpfen. Es geht darum, den Körper in einer Zeit großer Veränderung liebevoll zu begleiten.
Ätherische Öle haben für mich in dieser Lebensphase einen besonderen Platz. Sie wirken über den Geruchssinn unmittelbar auf Bereiche des Gehirns, die mit Emotionen, Erinnerungen und dem Nervensystem verbunden sind, und können über die Haut aufgenommen werden. Düfte erreichen uns oft auf eine Weise, die Worte nicht können.
Diese 7 Öle setze ich in meiner Begleitung für Frauen in der Perimenopause besonders häufig ein:
Rose,
für Herzöffnung, Selbstliebe, Würde, Mitgefühl und die Verbindung zur
eigenen Weiblichkeit. Für mich ist sie das Öl der zweiten Blüte. Sie
erinnert daran, sich selbst mit derselben Liebe zu begegnen, die wir
so selbstverständlich anderen schenken.
Balance,

wenn das Leben sich unsicher anfühlt und der Boden unter den Füßen fehlt. Balance unterstützt Erdung, innere Stabilität und das Gefühl, wieder bei sich selbst anzukommen.
Adaptive,
ein wunderbarer Begleiter für ein überlastetes Nervensystem. Ich setze es gerne ein, wenn Stress, Anspannung oder Reizüberflutung den Alltag bestimmen und der Körper wieder lernen darf, zwischen Aktivität und Regeneration zu wechseln.
Bergamot,
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eignet sich besonders für Tage, an denen alles schwer wirkt oder Grübeln und Sorgen immer mehr Raum einnehmen. Der frische, helle Duft bringt Leichtigkeit zurück in den Moment, ohne etwas zu erzwingen.
Clary Calm,
diese Mischung wurde speziell für Frauen entwickelt und begleitet
hormonelle Übergänge auf sanfte Weise. Ich empfehle sie häufig bei
zyklusbedingten Beschwerden, in der Perimenopause oder überall dort,
wo Frauen sich mehr Balance, Ruhe und Verbindung zu ihrem Körper wünschen.
Clary Sage,
ein traditionelles Frauenöl, das viele mit hormoneller Balance, Kreativität und weiblicher Kraft verbinden. Es erinnert daran, dass Veränderung ein natürlicher Teil des Lebens ist, und begleitet diese Prozesse auf eine sehr sanfte Weise.
Frankincense (Weihrauch),
für innere Sammlung, Klarheit und Verbindung, und dafür, sich
selbst inmitten aller Veränderungen treu zu bleiben. Seine
Inhaltsstoffe, insbesondere die Boswelliasäuren, werden
wissenschaftlich intensiv hinsichtlich ihrer
entzündungsregulierenden Eigenschaften erforscht. Stille
Entzündungsprozesse können den Stoffwechsel, das
Immunsystem und das allgemeine Wohlbefinden beeinflussen
und spielen bei vielen chronischen Beschwerden eine Rolle.
Die Auswahl richtet sich immer nach dem Menschen und seiner Geschichte. Deshalb gibt es keine allgemeingültige Empfehlung, sondern immer eine individuelle Begleitung, die Körper, Nervensystem, Lebenssituation und persönliche Bedürfnisse gleichermaßen berücksichtigt.
Wie Diagnostik und Biografie dabei zusammengehören, beschreibe ich ausführlicher hier: Ganzheitliche Diagnostik: Wenn Laborwerte mehr erzählen als nur Zahlen
Die eigentliche Bedeutung der zweiten Blüte
Diese Zeit lädt uns ein, wieder gut für uns zu sorgen. Mit nährstoffreicher Ernährung, ausreichend Eiweiß und hochwertigen Fetten als Grundlage für die Hormonbildung. Mit einem stabilen Blutzucker, der das Nervensystem entlastet. Mit ausreichend Schlaf und Regeneration. Mit Bewegung, die Kraft schenkt, ohne den Körper zusätzlich zu erschöpfen. Mit Beziehungen, in denen wir uns sicher fühlen, und mit Momenten, in denen wir einfach sein dürfen.
Gesundheit beginnt in dem Moment, in dem eine Frau sich selbst wieder wichtig nimmt und erkennt, dass sie genauso viel Fürsorge verdient wie all die Menschen, um die sie sich so viele Jahre gekümmert hat.
Die zweite Blüte entsteht, wenn eine Frau ihren Körper versteht, ihre Bedürfnisse ernst nimmt und sich erlaubt, sich selbst genauso achtsam zu begleiten, wie sie es so selbstverständlich für andere getan hat.
Du musst das nicht alleine herausfinden
In der Beyond Freedom WhatsApp Community sind Frauen, die genau das tun: Sie begleiten sich selbst durch diese Lebensphase, informiert, ganzheitlich und ohne sich selbst dabei zu verlieren.
Kostenlos, offen, ohne Verpflichtung. Melde dich gerne, wenn du begleitet werden möchtest.
Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Thekla Lorbach, Heilpraktikerin für ganzheitliche Begleitung und Nervensystemarbeit.
Dieser Beitrag gibt persönliche Erfahrungen und fachliche Einschätzungen aus der heilpraktischen Praxis wieder. Er ersetzt keine individuelle medizinische Beratung.
Häufige Fragen zu ganzheitlicher Diagnostik und Nervensystemregulation
Ab wann beginnt die Perimenopause?
Die Perimenopause beginnt oft viele Jahre vor der letzten Menstruation, bei manchen Frauen bereits Anfang 40 oder früher. Sie ist kein plötzlicher Einschnitt, sondern ein langsamer Übergang, der sich individuell sehr unterschiedlich anfühlen kann.
Warum schläft man in der Perimenopause schlechter?
Progesteron, dessen Bildung in dieser Phase abnimmt, wirkt über seine Stoffwechselprodukte beruhigend auf das Gehirn und unterstützt erholsamen Schlaf. Weniger Progesteron bedeutet für viele Frauen schlechtere Schlafqualität, häufigeres Aufwachen und das Gefühl, morgens nicht erholt zu sein.
Ist die Perimenopause eine Erkrankung?
Nein. Sie ist eine natürliche Lebensphase, ein biologischer Übergang wie die Pubertät. Dass sie sich für manche Frauen sehr belastend anfühlt, hängt oft damit zusammen, wie das Nervensystem über viele Jahre vorbelastet war, und nicht mit einer Fehlfunktion des Körpers.
Welche ätherischen Öle helfen in den Wechseljahren?
In meiner Praxis setze ich besonders Rose, Balance, Adaptive, Clary Calm, Clary Sage, Bergamotte und Weihrauch ein. Welches Öl am sinnvollsten ist, hängt immer von der individuellen Situation ab. Deshalb begleite ich Frauen dabei, ihre eigene Auswahl zu finden.
Können ätherische Öle Hormone ersetzen?
Nein. Ätherische Öle sind ein ergänzendes Werkzeug, das auf Nervensystem, Stimmung und Wohlbefinden einwirken kann. Sie ersetzen keine ärztliche oder heilpraktische Begleitung, sondern sind ein Teil eines ganzheitlichen Ansatzes.
Wann ist professionelle Begleitung sinnvoll?
Wenn Symptome die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen, wenn du keinen Zugang mehr zu Erholung findest oder wenn du dir jemanden wünschst, der dich und deinen Körper als Ganzes betrachtet. Ganzheitliche Begleitung schaut immer auf Biologie und Biografie zusammen.






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